Markuskapelle im Pfarrhaus Reudnitz

Am 25.02.1978 wurde die von 1882 bis 1884 im neugotischen Stil errichtete St. Markuskirche gesprengt. Sie war bis dahin mit 67,10m Höhe einer der markantesten Punkte im Leipziger Osten und stand dort, wo sich heute der Park zwischen Pfarrhaus und Köhlerstraße befindet.

Ein lesenswerter Artikel über die Kirche findet sich unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Markuskirche_(Leipzig)

Seit 1984 wird der zur Kapelle umgebaute Saal im Pfarrhaus für Gottesdienste genutzt. Bereits im Vorgängerbau der Kirche, der Reudnitzer Friedhofskapelle, ertönte die sogenannte Sühneglocke aus dem Jahr 1664. Sie trägt die Inschrift: „In Adulteri Punite Memoriam Anno 1664“ und wird noch immer geläutet.

In der Vorwendezeit trafen sich viele, unter anderem auch politische Gruppen im Pfarrhaus. So entstand beispielsweise eine Umweltbibliothek und der Wahlbetrug der Wahl 89 wurde hier nachgewiesen. Szenen des Films Nikolaikirche konnten durch die noch nicht vorgenommenen Renovierungsarbeiten somit am Originalschauplatz gedreht werden.